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Am 22.06.2022 besuchte eine Religionsklasse 7 unter der Leitung von Herrn Krallmann die neuerrichtete Sadiq Moschee in der Sachsenstraße in Nordhorn. Seit mittlerweile etwa sieben Jahren wird an der besuchten Moschee gebaut. Der Bau finanziert sich ausschließlich durch Spenden, wodurch sich auch die lange Bauzeit erklärt.

Die Sadiq Moschee gehört der Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat. Sie selbst bezeichnen sich als eine islamische Reformbewegung, die von Mirza Ghulam Ahmad in den 1880er Jahren in Britisch-Indien, zu dem heute die Länder Indien, Pakistan, Bangladesch, Myanmar und Bhutan gehören, gegründet wurde.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat halten an den islamischen Rechtsquellen – Koran, Sunna und Hadith – fest, wobei zusätzlich die Schriften und Offenbarungen von Mirza Ghulam Ahmad eine erhebliche Bedeutung haben. Vonseiten der meisten anderen Muslime wird die Ahmadiyya-Lehre dagegen als Häresie (Widerspruch zu religiösen Grundsätzen) betrachtet und abgelehnt, weil sie in ihrem Gründer Mirza Ghulam Ahmad den im Koran verheißenen Messias sehen. In vielen islamischen Ländern werden die religiösen Gemeinden und deren Aktivitäten entsprechend bekämpft, was zu Beschränkungen und Verfolgung in diesen Ländern (u. a. in Pakistan) führte.

So besteht auch die Gemeinde in Nordhorn aus vielen geflüchteten Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft und ihren Nachkommen, nicht nur aus Pakistan.

Am Tag der Exkursion wurden wir durch alle Räumlichkeiten der Moschee sowie auch durch die Außenanlage geführt. Anschließend durften unsere Schülerinnen und Schüler Fragen an den aus Münster angereisten Iman der Gemeinde stellen, so dass viele interessante neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Vor der Abfahrt erhielten alle ein kleines Geschenk. Ein besonderer Dank gilt Herrn Behzad Ahmad, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, der die Durchführung der Exkursion erst ermöglicht hat. 

Der interreligiöse Austausch und die Begegnung standen an diesem Tag im Vordergrund und werden sicherlich auch in Zukunft weiter ausgebaut.

Thomas Krallmann

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„Ich bin total aufgeregt“ und „Voll gut, dass es endlich wieder ein Konzert geben kann“ waren Sätze, die wir von unseren Mitschülern hörten. Und auch wir waren ganz schön nervös, denn am Montag, den 20.06.2022 gab es in der Aula des Gymnasiums endlich wieder ein Konzert, an dem die Bläser der Jahrgangsstufen 5 und 6 auf ihren verschiedenen Instrumenten zusammen mit ihren Gruppen gespielt haben. Zu hören waren z. B. Stücke wie der „Mickey Mouse March“ oder „Power Rock“ (Jg. 5) sowie „Infinity“, „Latin Fire“ und „The Loco-Motion“ (Jg. 6).

Aber man hörte nicht nur Instrumente, sondern auch Stimmen. Sie ahnen schon richtig: Genau! Es war auch noch der Rock-Pop-Chor dabei, der von Frau Krings geleitet wurde. Dieser begeisterte das Publikum passend zu Ferienbeginn u. a. mit „Pack die Badehose ein“ oder „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“.

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Vielleicht waren ja auch Sie dabei und konnten das wunderschöne Konzert, das lange nicht stattfinden konnte, hören. Denn dann möchten wir uns noch bei Ihnen für den Spendenbetrag von insgesamt 358,00 Euro bedanken, der dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Ukraine zugutekommt.

Wir danken Frau Krings und Herrn Scholz, dass sie uns dirigiert haben, und Frau Späthe, dass sie uns beim Lernen der Lieder geholfen hat.

Lucine Anwia, Lara Schmidt, Maja Velsink, Neri Völkerink

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Am 13.06.2022 hat der Politik-LK der Q2 des Gymnasiums Nordhorn unter der Leitung von Herrn Etmanski den Ausstellungstruck der Deutschen Bundesbank am Markt besucht. Mit dessen Hilfe versucht die Bundesbank, in Austausch mit der Bevölkerung zu kommen und ihr dabei die Geldpolitik näherzubringen. Sie möchte im Rahmen einer unterhaltsamen Mitmach-Ausstellung über den Euro, Inflation und Deflation und die Aufgaben der Bundesbank im Eurosystem informieren. Mit Bildern, Texten, Videos, Spielen und Kurzvorträgen beantwortet sie außerdem Fragen zum Euro-Bargeld, zu zukünftigen Herausforderungen wie beispielsweise die Sicherung des Geldwertes und zu beruflichen Einstiegsmöglichkeiten.

 Die Themen sind brandaktuell vor dem Hintergrund einer zunehmenden Unsicherheit in der Bevölkerung, verursacht auch durch die Corona-Krise und den Krieg in der Ukraine. In diesen Zeiten ist die Bank verstärkt gefordert, das Vertrauen in die Währung zu stärken. Durch den Besuch des Trucks konnte nicht nur ein Einblick darin gewonnen werden, wie die Bundesbank dieses erreichen möchte, sondern auch, welche Einflussfaktoren beachtet werden müssen und welche Problematiken sich dabei ergeben. Auf diese Weise konnte eine weitere Perspektive auf die aktuellen Ereignisse und die Reaktion der Bank gewonnen werden. Inflation als Phänomen wurde insgesamt verständlicher. Das Standpersonal hat freundlich auf alle Fragen geantwortet und so für eine sehr aufschlussreiche Erfahrung gesorgt. Besonders spannend war es außerdem, mit dem Landesfinanzminister Reinhold Hilbers und dem Vorstandsmitglied der Bundesbank Burkhard Balz ins Gespräch kommen und Nachfragen stellen zu können. Diese waren für eineinhalb Stunden an dem Stand anwesend.

Alles in allem war es ein sehr interessantes Erlebnis außerhalb des üblichen Unterrichts.

Sophie Lübberink (Q2)

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Am Freitag, den 03. Juni 2022 besucht der Landtagsabgeordnete Gerd Will anlässlich des Europa-Tags unsere Schule. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Langlet, führen Sina Duhn, Luca Rodriguez, Sinan Al Alwan und Emilie Cochet Herrn Will und die Schüler*innen durch die Doppelstunde.

Herr Will berichtet über seinen Beruf als Politiker. Am 25. Dezember 1952 geboren, tritt er 1971 in die SPD Neuenhaus ein. Als seine Mutter sein Parteibuch entdeckt, ist sie entsetzt: „Junge, leg’ das Buch weg, was sollen die Leute von uns denken!“ Eine vergebliche Ermahnung, denn seit 1989 gehört er dem Vorstand des SPD-Bezirks Weser-Ems an und ist derzeitig stellvertretender Vorsitzender. Mitglied des Niedersächsischen Landtages ist Will seit 1996 bis heute, mit einigen Unterbrechungen.

In seinem freien Vortrag geht er u. A. auf die EU ein. Herr Will betont die Wichtigkeit Europas und der EU. Er weist auf die aktuelle Lage bezüglich Ungarns und deren Blockade bei Abstimmungen im EU-Parlament hin. Auch über den Ukraine-Krieg äußert sich der SPD- Politiker. Er spricht von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands und befürchtet, dass Putin „Geschmack auf mehr“ bekomme, wenn er diesen Krieg für sich entscheide. „Sobald einer der NATO-Staaten angegriffen wird, sind wir verpflichtet, einzugreifen, und dann kann dies schnell zu einem weltumfassenden Krieg werden.“

Die Schüler stellen Rückfragen und der SPD-Politiker berichtet auch über seine Erfahrungen mit Lobbyismus und Korruptionsversuchen. „Im Rahmen der Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes ist jemand an mich herangetreten mit der Bitte, seine vier Hektar aus der Planung herauszunehmen. Das war dem Betreffenden durchaus 5000 Euro wert. Der Hintergrund war natürlich, dass ein Schutzgebiet wirtschaftliche Aktivitäten einschränken würde. Aber solche Einflussnahmen gilt es immer zurückzuweisen“, so Will.

Will erkundigt sich auch nach den Erfahrungen der Schüler während des Homeschoolings. Es solle flächendeckend für ein gutes Internet und Netz gesorgt werden. Die Digitalisierung allgemein sei in Deutschland vor allem im Vergleich zu den skandinavischen Ländern rückständig. Herr Will berichtet an dieser Stelle von den Fördergeldern, die den Schulen für die Anschaffung von iPads gegeben wurden, sodass allen Schülerinnen und Schülern guter digitaler Unterricht ermöglicht werde. Als ehemaliger Schüler des Gymnasiums Nordhorn liege ihm die Schule auch am Herzen.

Als langjähriges Mitglied des Kreistags geht er auf den Wiederaufbau der Eissporthalle ein, welche in Zukunft Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach haben soll. Mehr Engagement in der Politik für Jugendliche werde durch Jugendparlamente auch in der Grafschaft bald ermöglicht. Ein potentielles Tempolimit von 130 km/h befürwortet Herr Will stark. Viele weitere interessante Themen werden angesprochen, wobei sich der Abgeordnete um knappe und präzise Antworten bemüht.

„Man konnte merken, dass der Landtagsabgeordnete sehr interessiert an unseren Gedanken und Meinungen war. Manchmal ist er aber auch ausgewichen“, so Nadine B. Wir sind Herrn Will sehr dankbar für seinen Besuch an unserer Schule und können definitiv sagen, dass es sehr spannend war, einen Politiker und seine Ansichten bezüglich der Zukunft Europas und der Grafschaft Bentheim persönlich kennenzulernen. Abschließend bedankt sich Herr Beckmannshagen im Namen der Schule für den Besuch und wünscht eine spannende Zeit bis zu den Landtagswahlen im Oktober.

Daria Cimpoaca, Helena Knecht, Peter Beckmannshagen

Nach drei Jahren, in der die Theater-AG wegen der Pandemie nicht auftreten durfte, war die Freude der Schülerinnen und Schüler groß, als sie endlich wieder die Bühne der Aula vor Publikum betraten.

Und Publikum gab es reichlich am 31. Mai und 2. Juni 2022, alle Reihen waren restlos besetzt und sogar weitere Stühle mussten dazugequetscht werden.

Die Aufführung begann mit einer kleinen, feinen Familienszene mit dem Titel „Familienzwist“, die der achte Jahrgang aufführte und viele Lacher einheimste, als es darum ging, ob es nicht taktlos sei, zum Sterbebett der Tante bereits vorzeitig in Schwarz zu erscheinen.

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Weiter ging es mit einer anderen Familienszene, diesmal vom Jahrgang 9. In „Kein Verlass mehr auf die Alten“ wird Oma Frieda (gespielt von Svenja Hoedt) von ihren Töchtern, Nachbarn und Nichten wiederholt um Gefallen gebeten, mal süß verpackt, mal stumpf vorgetragen. Doch im Laufe des Stückes lernt die ältere Frau („Sie ist schon fast 70!“; „Oder eher, sie ist erst fast 70?“), endlich mal Nein zu sagen und für sich selbst einzustehen.

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Nach einer Pause begann dann das Highlight des Abends, das Stück „Top Dogs“, besetzt mit Schülerinnen und Schülern des elften Jahrgangs.

Darin geht es um Spitzenmanager, die ihren Job verloren haben und nun bei einer Organisation die Chance erhalten, sich auf eine neue Arbeit vorzubereiten. Zu Beginn sind die neuen Arbeitslosen optimistisch und präsentieren sich von ihrer besten Seite, doch nach und nach wird erkennbar, dass hinter der Fassade Menschen stehen, die vom Leistungsdruck zermürbt wurden und nicht mehr ein normales Leben führen können. Diese starke Gesellschafts- und Kapitalismuskritik wird unterhaltsam gemacht mit einem absurden Humor und dramatischen Momenten, als zum Beispiel eine Managerin (gespielt von Svenja Kiepe) aus Wut einen Stuhl von der Bühne der Schulaula direkt vor das Publikum kickt, welches sich gehörig erschreckt, oder als ein anderer Manager (gespielt von Thorge Heils) sich sehr bildlich (und blutig) ausmalt, wie er seinen Chef von einer Klippe stößt. So düster das klingen mag, die Lacher kamen auf jeden Fall nicht zu kurz.

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Und so endet die diesjährige Aufführung der Theater-AG, doch wer nicht genug vom Theater kriegen kann, ist herzlich eingeladen, sich am 28. und 29. Juni 2022 um 19 Uhr die Aufführung des Stückes „Der Tod und das Mädchen“ von der Q34 anzuschauen.

Anna Maria Kollmann