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Nach längerer Corona-Pause war es am Samstag, den 12.03.2022 endlich wieder so weit: Wir hatten den Karate-Landestrainer Björn Strote bei uns an der Schule zu Gast. 14 Schülerinnen und Schüler unserer Schule hatten einen ganzen Nachmittag lang die Möglichkeit, mit ihm zu trainieren.

Nach Übungen zu den Grundschlägen im Karate folgten die ersten Kata-Einheiten, die alle super und mit viel Einsatz gemeistert haben. Hier hat insbesondere das Einüben der vielen Anwendungsmöglichkeiten einen bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen.

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Zum Schluss wurde von allen noch einmal viel Einsatz gefordert, da die ersten Einheiten im Wettkampf-Kumite anstanden. Mit Faustschonern bewaffnet wurden die ersten Techniken mit einem Partner trainiert. Dabei hat allen der abschließende Poolnudel-Kampf sehr viel Spaß gemacht.

Meike Koch

Ukraine

Im Rahmen des Religionsunterrichts der Jahrgangsstufe 9 beschäftigen wir uns mit dem Thema Freiheit. So haben wir in den letzten zwei Jahren vor allem anhand der Coronaregelungen Einschränkung unserer Freiheit erfahren. Doch ein Krieg mitten in Europa, den wir Schülerinnen und Schüler nur aus den Geschichtsbüchern kennen, führt uns den Freiheitsbegriff vor ganz andere Augen. Die tägliche Berichterstattung, die Bilder aus Fernsehen und sozialen Medien erschüttern uns zutiefst und stellen fundamentale Grundwerte in Frage. Doch hinter der unfassbaren Brutalität, Fassungslosigkeit und Unmenschlichkeit, die dieser Krieg schonungslos zum Ausdruck bringt, zeigt sich auch Hoffnung. Das ukrainische Volk streckt seine Hand nach Hilfe aus und die Welt reagiert. Bisher wird nach einzelnen Fingern gegriffen – u. a. in Form von Sanktionen, Spendenaktionen, Unterstützung und Aufnahme von Flüchtlingen oder Friedensdemonstrationen. Wir haben als Welt, als Europa, aber vor allem als Menschen die Pflicht, den Ukrainern und somit dem Frieden die Hand zu reichen und sie mit aller Kraft aus den Fängen des Krieges zu befreien.

Ginte Ruseckaite und Marie Etmanski

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Ein imponierendes und deutliches Zeichen für den Frieden in der Welt setzten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nordhorn, des Evangelischen Gymnasiums, der drei Berufsbildenden Schulen, der Ludwig-Povel-Schule und der Oberschule Deegfeld. Insgesamt machten 2000 junge Menschen mit ihrem Friedensmarsch auf die Kriege in der Welt, das Leid der unzähligen Menschen und die Forderung nach einem Ende dieser Kriege und der Gewalt aufmerksam. Allein vom Gymnasium Nordhorn nahmen über 700 Schüler und Schülerinnen an der Aktion teil: Ein Marsch für den Frieden in der Welt als Zeichen der Solidarität.

Vor dem Beginn des Friedensmarsches trafen sich bereits die Lateinschüler und -schülerinnen der sechsten Klassen auf dem Schulhof und formten ein Peace-Zeichen. Um 11.40 Uhr strömten alle Schülerinnen und Schüler jeglicher Altersstufe dazu, um von dort gemeinsam durch die Innenstadt Richtung Marktplatz zu marschieren. 700 Teilnehmer – eine beeindruckende Zahl! Ruhig und diszipliniert machte sich die große Menge der jungen Menschen unter Einhaltung aller geltenden Regeln auf den Weg über die Jahnstraße und durch die Innenstadt Richtung Marktplatz, wo die große Kundgebung aller teilnehmenden Schulen den Höhepunkt der Veranstaltung bildete. „Für den Frieden“, „Peace“, „Stoppt den Krieg“ und andere Parolen oder Zeichen des Friedens konnte man auf den selbstgebastelten Plakaten lesen. Die Menschen am Wegesrand zeigten allein schon durch ihre Mimik, aber auch durch andere Gesten und Worte, wie beeindruckt sie von dem Engagement der jungen Teilnehmer waren.

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Am Marktplatz angekommen, lauschten die Schülerinnen und Schüler aller Schulen den ergreifenden Worten der Redner*innen. Deutlich und entschlossen sprachen diese immer wieder ihre Forderung nach Beendigung aller Kriege in der Welt aus. Überaus einfühlsam und betroffen machten sie auf die Not der Menschen in den Kriegsgebieten aufmerksam und scheuten trotz eines so großen Publikums auch nicht davor zurück, überaus persönliche Reden zu halten. So beschrieben zehn junge Schüler und Schülerinnen einfühlsam, wie sie sich in der momentanen Situation fühlen und auf was sie in der Zukunft hoffen.

In ihrer Ansprache machte Maja Sommer, Rednerin des Gymnasiums Nordhorn, u. a. deutlich, dass der Wunsch nach Frieden sich durch die ganze Gesellschaft zöge. Jeder wolle ein Leben ohne Konflikte, in Freiheit und mit einem gewissen Standard. Deshalb rief sie alle Anwesenden zur Mithilfe auf. So könne schon die geringste Geld- oder auch Sachspende den Opfern von Krieg und Gewalt zumindest ein klein wenig Hilfe bringen. Die komplette Ansprache kann HIER heruntergeladen werden.

Es ist überaus beeindruckend, dass Mitglieder der Schülervertretungen der Nordhorner Gymnasien und Berufsbildenden Schulen diesen Friedensmarsch in der Größe gemeinsam organisiert haben und so viele für die Aktion mobilisieren konnten. So resümierte ein teilnehmender Lehrer: „Dass heute so viele junge Menschen zusammen für den Frieden und gegen den Krieg in der Welt gelaufen sind, ist ein starkes Zeichen in dieser beunruhigenden Zeit.“

Kerstin Wörsdörfer

Rassismus und Diskriminierung sind Themen, die leider ein fester Bestandteil unseres Lebens sind. Auf dem Weg, Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden, hat die Schülervertretung einen Workshop angeboten, um Schüler*innen mehr über die Thematik aufzuklären und persönliche Erfahrungen auszutauschen. Am 04.03.2022 fand der Workshop „Ich bin kein Rassist, aber …“ des Vereins „Schwarze Schafe“ aus Hannover für interessierte Schüler*innen der Jahrgänge 9 bis 12 statt.

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Nachdem wir über Rassismusund die damit verbundenen Machtverhältnisse in der Gesellschaft aufgeklärt worden sind, haben wir unsere Selbsteinschätzung zu Fragen bezüglich Einwanderung abgegeben. Im weiteren Verlauf haben wir Erfahrungen ausgetauscht, die wir selbst oder uns nahestehende Menschen gemacht haben. Zu diesen Erlebnissen haben wir uns Gedanken gemacht, vor allem dazu, wie wir in solchen Situationen handeln könnten und sollten. Wir waren uns alle einig, dass unser Alltag ohne Rassismus viel schöner wäre und wir uns deswegen für Opfer von Rassismus stark machen wollen.

Wir bedanken uns vielmals bei Modou Diedhiou, unseren Referenten, für die gesammelten Erfahrungen und den Austausch.

Die SV (Beyza Zeybek)

  • PortraitPortrait

Der Klimawandel ist zweifelsohne die aktuell größte globale Herausforderung für die Welt. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein. Dazu muss die gesamte Wirtschaft transformiert werden. Ein wichtiger Teil davon ist die Luftfahrtbranche. Doch wie will man dieses schwierige Vorhaben umsetzen und ist es überhaupt möglich, einmal klimaneutral zu fliegen? Über Herausforderungen, Lösungsansätze und die Rolle der Politik dabei sprach der Politikleistungskurs der Q34 (Hr. Etmanski) per Videokonferenz mit der Vizepräsidentin Forschung und Entwicklung von Airbus, Nicole Dreyer-Langlet.

Dreyer-Langlet machte direkt zu Beginn deutlich, dass Airbus sich das Ziel gesetzt habe, bis ins Jahr 2035 CO2-neutral zu sein. Dabei betonte sie die Wichtigkeit des Fliegens in der Gegenwart und in der Zukunft: „Es ist klar, dass es keine andere Technologie gibt, die auf diese Art und Weise Märkte und Menschen miteinander verbindet.“ Insbesondere aufgrund der Globalisierung sei in Zukunft mit einer starken Zunahme der Flugzahlen zu rechnen. Ein Grund dafür sei auch, dass es neue Märkte in Asien und Afrika gebe. „Die Frage ist nicht, ob geflogen wird, sondern wie geflogen wird“, verdeutlichte sie den Stellenwert der Fliegerei auch in der Zukunft. Darüber, dass der weltweite Flugverkehr ca. 3,5 % der CO2-Emissionen ausmache, sei man sich bei Airbus sehr bewusst. Deshalb präsentierte die Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung auch firmeneigene Lösungsansätze. Airbus habe das Ziel, einen „Zero-Emission-Flieger“ zu entwickeln. Dieser basiere auf der Schlüsseltechnologie Wasserstoff, die das Flugzeug nicht nur CO2-neutral mache, sondern zugleich auch eine optimierte Aerodynamik und eine verminderte Lärmbelastung biete. „Andere Alternativen wie Methan sind im Gesamtkonstrukt einfach zu schwer“, erklärte sie, fügte aber an, „dass wir auch an anderen Antriebsarten arbeiten.“ Aber auch die Probleme von Wasserstoff sprach Dreyer-Langlet an. Diese seien vor allen Dingen die hohen Kosten. Auf eine Zwischenfrage, ob es bei Wasserstoff nicht auch Sicherheitsbedenken bezüglich der Brennbarkeit gebe, verwies Dreyer-Langlet darauf, dass der Unterschied bei der Brennbarkeit zwischen herkömmlichem Kerosin und dem neuen Wasserstoff nicht groß sei. „Der Sicherheitsaspekt steht für uns natürlich an oberster Stelle“, beruhigte sie.

Dreyer-Langlet verwies zudem darauf, dass Airbus bereits in der Gegenwart viel für das Thema Nachhaltigkeit unternehme. „Leider wird das in der Öffentlichkeit nicht so stark wahrgenommen“, zeigte sie sich hier enttäuscht. Bereits jetzt besitzt das Unternehmen mit der neuen „Neo“-Flotte einen Flugzeugtyp, der bis zu 20 % effizienter ist. Darüber hinaus gibt es auch noch den sogenannten „Sustainable Aviation Fuel“ (SAF), „ein wichtiger Baustein für die Übergangsphase zwischen Kerosin und Wasserstoff“, wie sie erklärt. Dabei handelt es sich um eine Kraftstoffart, die bis zu 85 % der CO2-Emissionen reduzieren kann. Da Forschung und Entwicklung bei Airbus einen hohen Stellenwert besitzen, arbeitet das Unternehmen parallel an verschiedenen Flugzeugprojekten. Welches davon endgültig finalisiert werden soll, will man im Jahr 2025 entscheiden. „Wir müssen wissen, wie die verschiedenen Technologiebausteine miteinander interagieren“, begründete sie die Entscheidung ihres Unternehmens. Ein Problem sei derzeit noch die bisher schlecht ausgebaute Infrastruktur an den Flughäfen. Um überall in der Welt problemlos Wasserstoff tanken zu können, sei ein massiver Ausbau notwendig. „Wir kümmern uns um die Technologie und die Politik um die Infrastruktur“, nahm sie die Bundesregierung in die Pflicht. „Darüber haben wir auch schon mit dem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gesprochen.“ Dreyer-Langlet zeigte sich hinsichtlich der Umsetzbarkeit aber euphorisch, da die Politik dem Unternehmen hier ihre Unterstützung zugesichert habe.

Außerhalb der technischen Projekte thematisierte Dreyer-Langlet auch andere Bereiche. Zum Beispiel machte sie auf die schwierige Situation von Frauen in männerdominierten Wirtschaftsbranchen zu Beginn ihrer Karriere aufmerksam. „Anfangs habe ich mir die Frage gestellt, wie ich mich als eine der wenigen Frauen unter so vielen Männern behaupten kann“, gab sie zu. Erfreulicherweise habe sich dies bis heute deutlich gebessert. Angesprochen auf den Aktienabsturz zu Beginn der Coronapandemie lobte sie die Geschäftsführung, die die Krise eindrucksvoll gemeistert hätte, wenngleich sie einschränkt, dass die Pandemie die Luftfahrtbranche „natürlich sehr hart getroffen“ habe. Durch Marktanalysen und detailgetreue Prognosen durch Experten habe Airbus relativ gut planen und wirtschaften können.

Dreyer-Langlet betonte darüber hinaus auch die Wichtigkeit von Innovationen – auch wenn es hierbei nie eine Garantie für Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit gebe. Die Coronapandemie habe aber besonders hier seine Spuren hinterlassen: „Ich kann natürlich nicht von der Hand weisen, dass es uns in diesem Jahr schwerer als sonst fällt, Geld in Zukunftsprojekte zu investieren“, machte Dreyer-Langlet deutlich. Einfach aussetzen könne man diese Projekte aber nicht, da die Zeit aufgrund des vorschreitenden Klimawandels knapp sei. „Außerdem gibt es ja auch Wettbewerber“, fügte sie an. Dreyer-Langlet hob in diesem Zusammenhang auch die Wichtigkeit staatlicher Unterstützung in Form von Subventionen hervor, ohne die viele Forschungsprojekte nicht durchzuführen seien. Hierbei müsse aber immer die Sinnhaftigkeit der Subventionen evaluiert werden, schließlich gehe es auch um Steuergeld. Zudem dürfe der staatliche Einfluss nicht zu groß werden, dies könne die Innovationskraft auch hemmen.

Auf die Frage nach Konkurrenz, u. a. durch Boeing, entgegnete sie, dass diese zwar „größer denn je“ sei, Konkurrenz aber auch einen wichtigen Anreiz für die Innovationsfreudigkeit der Unternehmen biete. Gegenüber Boeing sei man einen Schritt voraus, da man den Nutzen von Wasserstoff deutlich früher erkannt habe. „Wir sehen aber zu, dass wir immer vorsichtig sind und konkurrenzfähig bleiben“, machte sie deutlich.

Das Verhältnis zwischen Airbus und der Politik habe sich in den vergangenen Jahren deutlich gebessert. „Vor ein paar Jahren haben wir noch alle gegeneinander gekämpft“, monierte sie, fügte aber umgehend an: „Jetzt aktuell erkennen wir alle sektorübergreifend, was wir brauchen, um gemeinsam erfolgreich zu sein.“

Eine weitere große Herausforderung sei zudem, dass infrastrukturell transnational zusammengearbeitet werden müsse, um die Transformation im Luftverkehr zu meistern. „Es braucht Länder und Unternehmen, die den ersten Schritt machen müssen“, charakterisierte Dreyer-Langlet das Problem. Dann hätten andere Staaten nicht mehr die Hemmung, aufgrund des Risikos die nötigen Investitionen zu unterlassen. Dabei nahm sie die reichen Industriestaaten in die Verantwortung und machte unmissverständlich deutlich: „Jetzt muss es einfach mal echt losgehen, so langsam läuft uns die Zeit davon.“

Abschließend richtete Nicole Dreyer-Langlet noch einen Appell an die angehenden Abiturienten. Sie wünsche sich wieder mehr Schülerinnen und Schüler, die nach dem Abitur Ingenieurwesen studieren, um mit ihrer kritischen und zukunftsorientierten Art Airbus bei der Ausgestaltung der Zukunft zu unterstützen.

Dreyer-Langlet machte sehr deutlich, wo die Probleme in der Luftbranche mit Blick auf die Zukunft liegen, präsentierte aber zugleich auch einige vielversprechende Lösungsansätze. Dass Airbus alles dafür tut, um seinen Teil dazu beizutragen, den Klimawandel zu bekämpfen, wurde sehr deutlich. Und eine Sache betont Frau Dreyer-Langlet dabei mehrmals: „Es wird Zeit.“

Ben Harmsen