Malbork 4. Tag Tagesausflug nach Danzig und an die Universität Sopot

“Erasmus - As close as it can get”

Bericht: Schülerinnen der Erasmusseminarfächer

Schon um 5:30 Uhr durchbrach das Schellen des Weckers unseren bis dahin tiefen Schlaf. Nach einem ergiebigen Frühstück im “Groblanka” sollten wir uns zum Bahnhof begeben.

Angeblich ein Kilometer, in echt drei Kilometer und gefühlte zehn Kilometer, quälten wir uns durch die drückende Hitze. Im Sprint die Treppen hinauf und in den gerade einfahrenden Zug.

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Völlig aus der Puste fuhren wir eine Stunde nach Sopot, um die Universität Danzigs zu besuchen. Dort erwartete uns zunächst ein äußerst anspruchsvoller Vortrag zur Erarbeitung von Statistiken. Am Beispiel unserer zuvor durchgeführten Fragebögen überlegten wir gemeinsam mit dem Dozenten eine mögliche Darstellung dieser Daten. Dazu eignet sich im besonderen Maße ein sogenanntes "column diagram".

 

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Anschließend folgte ein "psychological workshop", den wir mit einer Vorstellungsrunde begannen. Und schon steckten wir mitten drin. Wir begannen nämlich mit dem ersten Spiel, indem wir uns in zwei Gruppen à 16 Menschen teilten und uns je auf eine 2qm große Folie stellten. Unvorstellbar! In diesem Sinne fiel die sehr treffende Formulierung Asias: “Erasmus - As close as it can get”. Die Herausforderung bestand darin, die Folie zu wenden, wobei weder der Boden berührt werden sollte noch Stühle oder Tische zur Hilfe genommen werden durften. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelang es uns, die Aufgabe zu meistern. Dabei war es besonders wichtig, dass es nicht um Wettbewerb, sondern um die Kooperation und Zusammenarbeit der beiden Teams ging. Dies wurde durch ein weiteres Spiel vertieft, bei dem Präzision, Kommunikation und das Einbeziehen der Gruppe abverlangt wurden. Abschließend resümierten wir die erkenntnisreichen und für die Zukunft prägnanten Sachverhalte wie beispielsweise Vertrauen, Kreativität, Kooperation und Zielstrebigkeit.

 

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Mit herzlichem Applaus verabschiedeten wir uns von dem engagierten Dozenten und schossen noch ein Abschlussfoto.

Nach einer kleinen Mittagspause machten wir uns mit einem kurzen Fußmarsch auf den Weg zum Muzeum II Wojny Światowej, wo uns eine vielfältige, künstlerische und somit informative Darstellung des Zweiten Weltkrieges geboten wurde. Als Highlight empfanden wir zum einen den Anfang, der die Entwicklung eines Raumes von einer polnischen Familie im Umfeld des Zweiten Weltkrieges drastisch darstellte. Zum anderen beeindruckte uns das Ende, welches mit Erinnerungswänden von Juden einen runden Abschluss bot. Denn jedes dieser Gesichter hat eine eigene Geschichte zu erzählen.

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Während unseres Aufenthaltes im Museum kippte das Wetter schlagartig. Das hielt uns aber nicht davon ab, die Altstadt Danzigsin vollen Zügen zu genießen. Apropos Züge: Den Zug zurück nach Malbork nahmen wir pünktlich um 20 Uhr. Auf der Fahrt wandten wir unsere Integrationsfähigkeiten an, um uns mit einem zweijährigen Kind anzufreunden. Angekommen im Hotel fallen wir völlig erschöpft in unsere Betten.