Fotografien von „Life on land“Ausstellung und Ende 

Bericht von Kirsten Rigterink

Im Kunstraum starten die Präsentationen und die offiziellen Worte. Unser Schulleiter freut sich über die gelungene Woche und die Koordinatorin Kirsten Rigterink will Applaus hören: für das große und engagierte Erasmusteam unserer Schule, für die beiden Biologen Ulrich Meyer-Spethmann und Jana Böhme. Besonders laut wird der Applaus für die Arbeit der drei Dozenten dieser Woche: die Kunstlehrerin Thea Lambers sowie Insa Wichert und Matthias Dornbusch, die ganz andere Fächer als Kunst unterrichten und die ihr Hobby der Fotografie so überzeugend den Jugendlichen vermittelt haben.

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Blumen für die Dozenten 

Dank gebührt aber auch die Lehrerinnen aus den fünf Ländern. Anders als oft unterstellt ist ein Erasmus-Projekttreffen kein Urlaub, sondern eine Woche, die viel Freude macht, aber die auch anstrengend und Arbeit ist.

 

Der größte Dank geht an die Schülerinnen und Schüler, die in diesen Tagen hervorragend zusammengearbeitet haben und interessiert an neuen künstlerischen Erfahrungen und naturkundlichen Kenntnissen sind.

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Die Jugendlichen verfolgen aufmerksam die Vorstellungen der Fotografien und Radierungen.

Thea Lambers hat die Radierungen von „Modified landscapes“ in eine virtuelle Galerie gesellt: Radierungen von „Life on Land“ . Die Fotografien aus dem Kurs von Insa Wichert und Matthias Dornbusch findet ihr hier.
Klickt euch durch!

CreActive in der Schlussphase

Bericht von Kirsten Rigterink

Am vorletzten Tag des Erasmus-Projekttreffens geht die kreative Arbeit einem Ende zu. Die Druckerpresse ist im Gange. „Die Überraschung bleibt groß“, erklärt Thea Lambers, „egal, ob du schon oft gedruckt hast oder das erste Mal an der Presse dein Ergebnis begutachtest.“

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Im anderen Raum bei Matthias Dornbusch und Insa Wichert suchen die Fotografen ihre Bilder für die Ausstellung am letzten Tag des Workshops aus. '

Jobshadowing, Schulführungen und Koordinatorentreffen

Die Lehrerinnen nutzen die Zeit, deutschen Unterricht anzuschauen. Sie besuchen den Englischunterricht von Thomas Puckert und Jörg Fröhlich, den Musikunterricht von Heike Späthe. Am Tag davor hat Jan Hilbers seinen Deutschunterricht für die Gäste geöffnet. Unser Schulleiter organisiert derweil kleine Schulführungen und die Gäste sind sehr beeindruckt von der üppigen Ausstattung  unserer Schule.

Auch haben die sechs Gründungsmitglieder von „CreActive“ Zeit, um ihr letztes Treffen in Sizilien zu besprechen. „Wir sechs Lehrerinnen kennen uns jetzt seit fast vier Jahren und wir werden weitere Projekte zusammen gestalten“, freut sich Kirsten Rigterink mit den fünf Lehrerinnen aus Italien, Spanien, Ungarn, Island und Kroatien. "Unsere Akkreditierung ermöglicht in den folgenden Jahren viele Projekt- und Austauschbegegnungen."

 

Insektenhotels in Dosen

Die Teilnehmer bekommen außerdem Besuch von einer weiteren Biologin. Jana Böhme ist inzwischen Masterstudentin in Lüneburg und verbindet ihren Besuch in Nordhorn mit einem interaktiven Workshop für die internationalen Gäste. Sie informiert kurz über die Bedeutung der Insekten für uns Menschen, denn sogar im kalten Island gibt es winzige Wildbienen. Für die Wildbienen bauen die Jugendlichen anschließend Bienenhotels.

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Jiawei und María aus Spanien kleben die Nisthülsen für die Insektenhotels.

Salsa statt Klaotscheeten

Das Unwetter am Nachmittag durchkreuzt die Pläne, Kloatscheeten zu gehen und zu grillen. Statt den Kloat durch Frensdorf zu kullern, dröhnt lateinamerikanische Musik durch die Sporthalle des MoveInn, wo die fünf Gruppen untergebracht sind. Wie schon während des Workshops auf Teneriffa begeistert auch in Nordhorn Darío Rodríguez die Teilnehmer für Salsa und Bochata. Auch die erst unwilligen Jungen schwingen die Hüften und haben sichtlich Spaß an den ungewohnten Moves. Die Mädchen haben erwartungsgemäß weniger Berührungsängste und machen engagiert mit. „Schon zu Ende?“, fragen sie am Ende der Tanzstunde enttäuscht.

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Die ungarische Delegation post mit Darío Rodriguez Paz.

Kreativität und Kondition


Bericht von Kirsten Rigterink

Die erste Gruppe startet mit “Modify landscape” mit der Kunstlehrerin Thea Lambers. Es war Thea Lambers Idee, mit dem das Projekt 2018 gegründet wurde. “Lass uns doch was mit Landschaften machen”, war ihr Auftrag und auf dem Erasmus-Kontaktseminar im November 2018 entwickelten die sechs Lehrerinnen um die Projektleiterin Helga Hjálmarsdóttir aus Reykjavik die Projektidee, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 mit kreativen Aufgaben zu versehen. Nordhorn blieb bei der Landschaft und entschied sich für Ziel 15 “Leben auf dem Land” als Schwerpunkt. “Das Ziel passt zu unser traditionell der Landwirtschaft verpflichteten Region”, betont Kirsten Rigterink.

Kreativität
Dreieinhalb Jahre später verändern in Thea Lambers’ Workshop die internationalen Teilnehmer Fotos von Landschaften ihrer Heimat. Mit der für sie neuen Technik der Radierung erschaffen sie Elemente, die ihre Landschaft ergänzen, vielleicht sogar verschönern.

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Der Fotografiekurs des Teams von Insa Wichert und Matthias Dornbusch zeigt der anderen Gruppe unterdessen, wie die Arbeit mit der Spiegelreflexkamera über das Knipsen hinausgeht. Am Vechtesee setzen sie die neuen Kenntnisse in die Praxis um. “It’s fun”, erklärt Luka aus Kroatien, während die Italienerin Aurora ergänzt: “But not so easy”.

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Kondition und Naturschutz
Deutlich mehr Ausdauer verlangt die Exkursion ins Gildehauser Venn von der anderen Hälfte der Teilnehmenden. Begleitet von Ulrich Meyer-Spethmann erhält die Gruppe Zutritt in das Naturschutzgebiet und erkundet während des Vormittags die Moorlandschaft.

 

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Auf der Fietse oder Kaffee und Kuchen
Am Nachmittag setzen sich die unermüdlichen Sportler aufs Rad und erkunden mit Elsine Wortelen die niederländischen Fietspads, während die Gemütlicheren Kaffee und Kuchen in den Nordhorner Cafés bevorzugen oder gleich im Hostal zu Hause die Füße hochlegen.

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Auf der Vechte
Den Tag beschließt die Gruppe mit einer Bootstour auf der Vechtesonne. Um die große Gruppe zu befördern, brauchen wir „Vechtesonne” und „Vechtestromer“.

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Arbeiten und Sightseeing in sommerlicher Hitze

Bericht von Kirsten Rigterink und Maja Hilberink

Tag 3 unterscheidet sich vor allem durch die Hitze. „We are not used to this temperature“, grinst die Isländerin Íris, „I put only long trousers in my bag.” Aber die Hitze hält die Jugendlichen und ihre Lehrerinnen nicht ab, sich weiter der Fotografie, der Radierung und dem Gildehauser Venn zu widmen. 

Die Kunstlehrerin Thea Lambers ist begeistert über die Konzentration der Teilnehmer und der Biologe Ulrich Meyer-Spethmann freut sich über ihr Interesse an dem Naturschutzgebiet bei Gildehaus. Dort entstehen Fotos und im Kunstraum 3 kommen die ersten Radierungen aus der Presse und die europäischen Landschaften verändern sich.

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Dario Rodriguez Paz  aus Teneriffa 

Der junge spanische Sportlehrer nimmt unterdessen am Sportunterricht der 5c und der 8b teil und ist begeistert von unseren Schülern. Mittags spielt er weiter mit den Kindern auf dem Soccer Court. „You go away?“, bedauern unsere Jüngsten, als die Erasmusgruppe nach Münster aufbricht, dem einzigen eher touristischen Programmpunkt des Workshops.

Stadtbesichtigung am bisher heißesten Tag des Jahres

In Münster erwartet die Truppe eine Audioführung im Museum für Naturkunde. „Es ist gut, dass jeder seinen Interessen nachgehen konnte“, betont Maja aus der Klasse 11. Die Größe der Urviecher beeindruckt die Besucher.

Anschließend bringt ihnen ein humorvoller Stadtführer Besonderheiten der westfälischen Universitätsstadt näher. Da ist außergewöhnlich heiß ist, bleibt die Gruppe immer im Schatten und erfährt hier von der Konkurrenz um den höchsten Kirchturm und der Polygamie der Täufer im 16. Jahrhundert. „Das war ein schöner Abschluss für den Tag“, fasst Maja ihren Eindruck zusammen.

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Erasmus+ Workshop - endlich bei uns!

Bericht von Kirsten Rigterink

Von Montag bis Freitag ist unserer Schule Gastgeberin für das CreActive-Projekt, das 2019 startete und in diesem Sommer zu Ende geht. 24 Gäste aus fünf Partnerschulen arbeiten mit zwölf Nordhorner Jugendlichen aus den Klassen 11 und 12 zusammen, dazu kommen die Lehrkräfte aus allen sechs Ländern.

Begrüßung in der Aula

Andreas Langlet ist nicht nur Schulleiter, sondern auch Mitglied des Erasmusteams und er heißt die Gäste in dieser Doppelfunktion herzlich willkommen. In den nächsten fünf Tagen steht das Nachhaltigkeitsziel 15, das Leben auf dem Land, im Mittelpunkt der Arbeit sowie der gemeinsamen Freizeit der Jugendlichen, Lehrerinnen und Lehrer.

 

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Jugendliche aus Island, Italien, Spanien, Kroatien, Ungarn und Deutschland zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern bei "Life on Land" vom 16. bis 20.5.2022 im Gymnasium Nordhorn

Have fun

Nach den obligatorischen Fotos startet die Gruppe mit Icebreaker-Spielen. Kirsten Rigterink, die Nordhorner Koordinatorin, stellt nur zwei Bedingungen für die folgenden Spiele: "Have fun and talk to the people you don't know yet." Die Aula füllt sich schnell mit Gelächter und erstem Kennenlernen.

 

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Von links nach rechts: Miriam Poggemann, Kirsten Rigterink, Andreas Langlet, Jörg Schreiber - Mitglieder des Nordhorner Erasmusteams

 

Deligationen präsentieren ihre Produkte zu "Life on land"

Noch der Pause zeigt die isländische Delegation mit ihrem Film über die Landschaft ihrer Heimat. "Zu viel Moos", klagt ihr witziger Film, aber "es gibt auch Bäume in Island". Die spanische Delegation bringt ein Bilderbuch mit, in dem sich die Tiere und die berühmten Palmen der Kanaren über die Bedrohung von Flora und Fauna der kanarischen Inseln beklagen. Weitere Beschwerden äußern die Berichte der kroatischen Jungen, die ebenfalls auf die bedrohten Tiere ihrer Heimat verweisen. Mit einem Kahoot-Spiel überprüfen die Ungarn, ob die Zuschauer auch aufgepasst haben, als sie über die Unsitte, Enten zu füttern, aufklärt haben. Italien zeigt mit einem Sehnsuchtsvideo die Schönheiten seiner sizilianischen Landschaft. Auch die deutsche Gruppe präsentiert ihre Produkte, die Insektenhotels und das kleine Hochbeet des Erasmus-Seminarfachs. Die Nordhorner ergänzen ihre Präsentation mit Fotos des Schulgartens und seiner Bienen und den Vogelnestern, die in die neue Verschalung der Turnhalle eingebaut sind.
So machen die Arbeiten aller sechs Gruppen deutlich, wie vielfältig das Leben auf dem Land ist, wie gefährdet es ist und welche Möglichkeiten wir haben, der Ausbeutung des Landes und der Ausrottung von Flora und Fauna zu begegnen.

Freizeit am Nachmittag und Abend

Nachmittags lernen die Gäste auf einer Stadtführung mit Peter Beckmannshagen unsere (Innen)Stadt kennen und abends den Klassiker von Grafschafter Kindergeburtstagen und Vereinen: das Kegeln.

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Kegeln im MoveInn, wo die Gäste untergebracht sind