Das kuenstler.kollektiv.concordia

Forum des Niedersächsischen Landtags in Hannover, 19. Mai 2026. Sonnenschein, 19 Grad, leichter Wind. In dieser frühlingshaft anmutenden Zeit scheint ein Adventskalender seltsam fehl am Platze, aber nicht hier, bei der Preisverleihung des 73. Europäischen Wettbewerbs: Geradezu mit Auszeichnungen überhäuft wurde an diesem Tag das kuenstler.kollektiv.concordia – im normalen Leben die Klassen 8d und 8e unserer Schule. Im Rahmen eines großen, sowohl fächer- als auch klassenübergreifenden Projekts schuf das Kollektiv „24 Impulse für Würde, Freiheit und Gerechtigkeit“ mit dem Ziel, die Welt fairer zu machen. Der dabei entstandene Adventskalender, der der Schulgemeinschaft im Dezember 2025 die Europäische Menschenrechtskonvention näherbrachte, bestach durch seine außergewöhnliche Bandbreite an Ausdrucksformen und wurde nicht nur mit einem Landespreis prämiert, sondern vermochte – wie die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Text und der Preis der Kultusministerkonferenz in Höhe von 250 Euro zeigen – auch die Jury auf Bundesebene zu überzeugen. (Das Geld kam während der Hitzewelle vor den Sommerferien gerade recht, um in Eis und andere Erfrischungen investiert zu werden.) Zu den Preisen gehören außerdem eine Trophäe sowie ein Büchergutschein im Wert von 100 Euro, der dem im Entstehen begriffenen „LernQuartier“ gespendet werden soll, so dass die gesamte Schulgemeinschaft profitiert. Entstanden ist der Adventskalender im Kunst- und im Geschichtsunterricht (unter der Anleitung von Frau Weihs und Frau von Behren).

Das kuenstler.kollektiv.concordia war jedoch nicht der einzige Gewinner beim Europäischen Wettbewerb, der in dieser Runde unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ stand. Ebenfalls einen Landes- und einen Bundespreis erhielten Lina Edelwein, Marie Simons und Marla Strootmann, die ein ausdrucksstarkes Bild zum Thema „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ kreiert hatten. Ihr Lohn: Büchergutscheine im Wert von jeweils 20 Euro und – noch viel besser – ein Reisepreis, der sie auf Einladung der Bundestagspräsidentin, Frau Julia Klöckner, für vier Tage nach Berlin führen wird. Die dritte im Bunde war Lena Grotefendt. Lena entschied sich für das Thema „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ und schuf eine Vision zukünftigen Wohnens in Europa. Darüber hinaus verfasste sie eine umfangreiche Reflexion, wofür sie zu Recht mit einem Landespreis und einem Büchergutschein im Wert von 30 Euro bedacht wurde. Und nur knapp an einem Landessieg vorbeigeschrammt sind Frieda Diekamp und Lilith Reinink, die für ihr dystopisches Bild zum selben Thema eine Anerkennungsurkunde erhielten. Alle drei Arbeiten sind im Seminarfachkurs sf2 (Beh) entstanden.

Abschließend bleibt mir nur noch, allen Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement zu danken und ihnen noch einmal herzlich zu ihren Erfolgen zu gratulieren. Erwähnt seien jedoch auch die Kolleginnen und Kollegen, die völlig selbstverständlich Genehmigungen erteilt, bei der Adventskalenderumfrage mitgewirkt sowie die digitalen Kanäle gefüttert haben. Vielen Dank!

Claudia von Behren