Wir haben uns morgens um 04.45 Uhr an der Schule getroffen. Trotz Müdigkeit waren wir aufgeregt, was uns erwarten würde. Die Fahrt lief problemlos und wir kamen pünktlich am Flughafen in Düsseldorf an. Am Nachmittag wurden wir in Izmir herzlich von unseren Austauschpartnern, ihren Familien und Lehrern begrüßt. Anschließend gingen wir gemeinsam essen und probierten türkische Spezialitäten.

Am nächsten Morgen besuchten wir das Gymnasium „Izmir Atatürk Lisesi“, wo wir sehr herzlich empfangen wurden. Man zeigte uns das Schulmuseum, in dem früher der Schulleiter gewohnt hatte. Außerdem besuchten wir einen Deutschunterricht, in dem die Schüler deutsche Lieder vortrugen. Nachmittags hatten wir Freizeit in der Innenstadt, probierten die Süßigkeit „Bomba“ und setzten uns ans Meer.

Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus nach Ephesus. Unterwegs erzählte der Reiseleiter Geschichten über die antike Stadt, und wir frühstückten in einem Café. Von der Stadt sind nur noch Ruinen übrig, aber die beeindruckende Architektur ist immer noch erkennbar. Im „Ephesus Experience Museum“ erhielten wir Audioguides und erkundeten verschiedene Räume mit Projektionen. Nachmittags besuchten wir das Dorf Şirince mit seinen kleinen Läden für handgemachte Produkte. Zum Schluss besichtigten wir eine Moschee, in der wir lange Gewänder und Kopftücher tragen mussten.

Den Donnerstag verbrachten wir in Izmir. Unser erster Halt war der schöne Uhrenturm (İzmir Saat Kulesi), ein 25 Meter hoher Turm aus der osmanischen Zeit – ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II. Nach einem interessanten Vortrag der türkischen Schüler besuchten wir die Hisar-Moschee. Danach erkundeten wir in kleinen Gruppen den riesigen Basar. In den engen, überdachten Gängen konnte man sich leicht verlaufen. Es gab alles: Schmuck, Kleidung, Souvenirs und Gewürze. Da die Sonne intensiv schien, waren wir froh, nachmittags mit der Fähre überzusetzen und den kühlen Fahrtwind zu genießen. Auf der anderen Seite besuchten wir eine große Mall mit Vorhof und aßen im „Foodland“. Abends ging jeder mit seinem Austauschpartner nach Hause.

Am Freitag trafen wir uns um 11.00 Uhr, um an unseren Projekten weiterzuarbeiten. Wir gestalteten Plakate mit deutschen und türkischen Sprichwörtern gleicher Bedeutung – ein interessanter Einblick in beide Kulturen. Die Plakate wurden in der Eingangshalle ausgestellt. Nachmittags holten wir uns noch einmal „Bomba“ und gingen ans Meer. Da es unser letzter Abend war, lud uns das Atatürk-Gymnasium in ein gemütliches Restaurant ein. Wir genossen leckere traditionelle Küche und tanzten anschließend – wir lernten türkische Tänze und brachten den türkischen Schülern deutsche bei. Die Stimmung war ausgelassen und es wurde ein unvergesslicher Abend.

Am Samstag wurde der Abschied am Flughafen sehr emotional. Es fiel uns schwer, Izmir und unsere Gastfamilien zu verlassen. Wir hoffen, dass es kein Abschied für immer ist und sie uns bald in Nordhorn besuchen. Es war eine wunderschöne Woche mit unvergesslichen Erinnerungen.

Karla Kortmann und Nele Löbens