Am 9. Juni 2026 verwandelte sich die Evangelisch-altreformierte Kirche in Nordhorn einmal mehr in einen Konzertsaal voller Energie, Spielfreude und kleiner, charmant vorgetragener Redebeiträge. Beim Sommerkonzert unserer Schule zeigten die verschiedenen Musikgruppen eindrucksvoll, wie viel musikalisches Können, Teamgeist und Herzblut in ihnen steckt und dass ein Schulkonzert problemlos zwischen Gänsehaut und einer ordentlichen Portion Humor pendeln kann.

Den Auftakt übernahm die Bläserklasse 5 unter der Leitung von Fabian Gedicke. Mit Welcome to the world und Portugalsorgten diese gleich zu Beginn für einen schwungvollen Einstieg. Dass die Aufregung bei den Nachwuchsmusikern offenbar zunehmend der Gelassenheit weicht, bewiesen auch Matilda und Aimee, die im Vorfeld erklärten, gar nicht nervös zu sein. Schließlich sei es „ja schon das zweite Konzert“, das sie spielen.

Im Anschluss zeigte der Rock-Pop-Chor unter der Leitung von Kirsten Krings mit Another Love und Riptide seine Vielseitigkeit. Gefühlvolle Passagen trafen hier auf moderne Popklänge und machten schnell deutlich, wie sicher der Chor inzwischen schon auf der Bühne steht.

Danach übernahm die Bläserklasse 6 mit Heike Späthe das musikalische Kommando. Mit Olympic Spirit und Mambopräsentierte die Gruppe nicht nur rhythmischen Schwung, sondern auch hörbar gewachsene Sicherheit. Direkt daran schloss sich der Prüfungskurs Musik an, ebenfalls unter der Leitung von Heike Späthe, mit King Arthur und Falling Slowly.

Besonders emotional wurde es dann bei der Verabschiedung von Melanie Termath und Jannik Egbers aus dem diesjährigen Abiturjahrgang. In sehr persönlichen Worten bedankten sie sich bei allen Musiklehrkräften, ganz besonders aber bei Frau Späthe und Herrn Scholz, für die intensive Ausbildung, die Unterstützung und die gemeinsame musikalische Zeit. Dieser Moment verlieh dem Abend eine spürbar bewegende Note und zeigte einmal mehr, wie prägend die musikalische Arbeit an unserer Schule für viele unserer Schülerinnen und Schüler ist.

Für rockige Akzente sorgte anschließend die Band Notenlos unter Fabian Gedicke mit Billy und Locked, bevor das Seminarfach Musik mit der Fuge aus der Geographie (Ratibor) einen besonderen Kontrast setzte. „Die Schüler wissen jetzt zumindest, dass Ratibor existiert. So haben sie nebenbei Erdkundeunterricht gehabt, ohne es zu merken“, schmunzelte Frau Späthe. Gerade solche Wechsel zwischen Bläserklang, Chorgesang, Band-Sound und experimentelleren Formaten machten den Reiz des Abends aus.

Die Bläserklasse 5 kehrte danach noch einmal auf die Bühne zurück und präsentierte mit USA und England zwei weitere Stücke. Unterstützt wurden sie dabei von Theo am Schlagzeug, der auch diesmal wieder die Ansagen für seine Klasse übernahm und damit charmant und routiniert durchs Programm führte. Im Anschluss besetzte erneut der Rock-Pop-Chor mit Everything at Once und Grenade die Bühne, bevor die Bläserklasse 6 mit Brazil und Star Wars weitere Höhepunkte setzte und damit bewies, wie abwechslungsreich ein Bläserklassenprogramm klingen kann.

Nach einem kleinen Umbau wechselten die größeren Ensembles auf die Bühne. Der Mittel- und Oberstufenchor gestaltete gemeinsam unter der Leitung von Heike Späthe und Pia Hustede mit Never Enough und From Now On einen eindrucksvollen Abschnitt des Konzerts. Es folgten die Funkytowns, geleitet von Peter Scholz und Franziska Woltmann, mit I Dream a Dream und This Land.

Mit This Love brachte Notenlos noch einmal Band-Energie in den Abend, bevor der Oberstufenchor mit Phantom der Oper einen besonders wirkungsvollen musikalischen Moment schuf. Im Anschluss folgten erneut die Funkytowns und präsentierten Da Vinci sowie King of Rock'n'Roll, bevor der Oberstufenchor mit The Voice ein letztes Mal in dieser Zusammensetzung auf der Bühne stand.

Zum Finale versammelten sich schließlich alle Musikgruppen noch einmal gemeinsam und lieferten mit dem Wellermaneinen kraftvollen Abschluss. Doch damit war der Abend noch nicht ganz vorbei.

Für einen ebenso spontanen wie amüsanten Schlusspunkt sorgte Schulleiter Andreas Langlet, der sich herzlich bei den beteiligten Kolleginnen und Kollegen für das gelungene Konzert bedankte. In Anlehnung an das Abitur, bei dem die Schülerinnen und Schüler in der Prüfung ein unbekanntes Stück auf ihrem Instrument vortragen müssen, stellte er den Musikgruppen die besondere Aufgabe, ein Stück zu spielen, das vorher nicht gemeinsam geprobt worden war. Das Ergebnis: Baby Shark. Selten dürfte ein improvisierter Konzertausklang so viel Heiterkeit ausgelöst haben. Prüfung bestanden!

So blieb am Ende ein Sommerkonzert in Erinnerung, das musikalische Qualität, Gemeinschaft und gute Laune auf wunderbare Weise verbunden hat. Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Musikgruppen sowie den betreuenden Lehrkräften für einen Abend, der sicher noch länger nachklingen wird.

Linda Bloms